Ein Spiel, das aus der Praxis gewachsen ist
Die Videomodeling-Methode von LingvaStep wurde von einer Logopädin und Sonderpädagogin auf Grundlage langjähriger Arbeit mit Kindern entwickelt — und dem Verständnis dafür, welche Aufgaben und visuellen Hinweise ein Kind wirklich in das Lernen einbeziehen.
Über die Methode
Wie die Idee entstand, Karten lebendig werden zu lassen
Wie erklärt man einem Kind eine Handlung, die auf einem statischen Bild dargestellt ist, wenn es Sprache nicht versteht oder ihm das Aufrechterhalten der Aufmerksamkeit schwerfällt? Ich wünschte mir sehr, dass das „Bild lebendig wird“. Und das erwies sich als möglich!
Auf Grundlage von Karten mit Darstellungen von Menschen verschiedener Berufe, die ich erstellt und bereits in Förderspielen eingesetzt hatte, produzierte ich mithilfe moderner Technik kurze Lernvideos, in denen die Figuren lebendig werden und zeigen, was genau sie tun. Die Videos sind sehr kurz — 3–7 Sekunden: Diese Zeit reicht, wie die Praxis gezeigt hat, aus, um den Kern der Handlung zu erfassen.
In den Einheiten bevorzuge ich den Einsatz von Karten, das Frage-Antwort-Format, lebendige Kommunikation und das Besprechen von Details. Das Video wird in diesen Prozess nur als Belohnung und zusätzlicher Hinweis eingebunden.
Ich habe bemerkt, dass ein Kind lieber mitarbeitet, wenn es weiß, dass es nach der Antwort dieses kurze Video sehen wird. Die erste Reaktion, wenn das Bild plötzlich auf dem Bildschirm des Geräts lebendig wird und die Figur sich bewegt, ist freudiges Staunen. Das Kind beginnt zu vergleichen, indem es den Blick vom Video zum Bild wandern lässt, und in diesem Moment entsteht das Verständnis des statischen Motivs durch seine dynamische Entwicklung im Video.
Eine weitere wichtige Beobachtung ist die Reaktion auf die Frage „Schauen wir ein Video?“. Sie lenkte die Aufmerksamkeit sofort zurück auf den Dialog und weckte das Interesse an der Fortsetzung der Einheit: Das Kind wurde konzentriert und aufmerksam in Erwartung des Videos und beantwortete Fragen bereitwilliger.
Dieses Format hilft, den funktionalen Gebrauch der Antwort „ja“ in Gang zu setzen und ihr Verständnis zu festigen. Zum Beispiel fragt der Erwachsene: „Möchtest du ein Video sehen?“ — und das Kind ist motiviert, mit „ja“ zu antworten, weil es weiß, dass es danach ein kurzes Video sehen wird.
In der heutigen, von Medieninhalten geprägten Realität haben viele bemerkt, dass Kinder uns scheinbar ignorieren oder nicht hören. Doch fragt man, ob es ein Video sehen möchte, kehrt die Aufmerksamkeit des Kindes sofort zu Ihnen zurück.
Letztlich wird das „ja“ für das Kind nicht nur zum Nachsprechen eines Wortes, sondern zu einer bewussten Möglichkeit, einen Wunsch auszudrücken, zuzustimmen und in Kommunikation zu treten. Es erkennt einen klaren Zusammenhang: Frage — Antwort — Ergebnis. Das hilft, die Fähigkeit, Fragen zu beantworten, allmählich zu festigen und Sprache in der Kommunikation aktiver zu nutzen.
Ich nutze dieses Spiel aktiv auch zur Entwicklung weiterer Fähigkeiten:
Das Spiel ist für Kinder aus mehrsprachigen Familien nützlich sowie zum Erlernen einer weiteren Sprache neben der Muttersprache.
Eine Übung zur Entwicklung der phonematischen Wahrnehmung
Besonders möchte ich das Potenzial dieser Methode für die phonematische Wahrnehmung hervorheben. Zum Beispiel: Auf dem Tisch liegen 3 Berufskarten, Sie spielen ein Video mit den Geräuschen des Geschehens ab, jedoch ohne die Stimme der Figur, und zeigen dem Kind das Video selbst nicht. Die Aufgabe ist, am Geräusch zu erkennen, um welchen Beruf es sich handelt. Zum Beispiel das Geräusch eines Feuers oder der Schere eines Friseurs.
Das Spiel eignet sich für verschiedene Altersgruppen. Mithilfe von Zusatzkarten lässt es sich schwieriger gestalten — je nach Entwicklungsstand des Kindes.
Für Eltern
Eine hervorragende Möglichkeit, die Aufmerksamkeit des Kindes für das Lernen und das gemeinsame Spiel zu erhöhen. In der Anleitung sind Varianten und Spielszenarien ausführlich beschrieben.
Für Fachkräfte
Ein wirkungsvolles Werkzeug zur Entwicklung des bildhaften Denkens, der phonematischen Wahrnehmung und zur Anregung des Sprachgebrauchs.
